• Deutschland: Guter Partner für schwierige Zeiten!

    Montag, 28. Januar 2013 - keine Kommentare

    Deutschland: Guter Partner für schwierige Zeiten!


    Siniša Kušić

    Um freundschaftliche Beziehungen aufzubauen, muss man sich gut kennen. Das gilt für zwischenmenschliche Beziehungen ebenso für die Beziehungen zwischen Staaten. Kroaten und Deutsche kennen sich seht gut. Dafür, dass die Republik Kroatien für die Deutschen keine Terra incognita ist, haben nicht zuletzt die zahlreichen kroatischen Mitbürger in Deutschland gesorgt. Man kann sie gewissermaßen „Botschafter“ Kroatiens nennen, denn sie haben ihre deutschen Freunde, Arbeitskollegen und Kommilitonen unermüdlich über historische, kulturelle und politsche Zusammenhänge aufgeklärt und informiert. Schätzungen zufolge leben und arbeiten etwa 350 bis 400 Tausend Kroaten (aus Kroatien und Bosnien-Herzegowina) in Deutschland und damit stellen sie die funfgrößte Migrantengruppe dar. Sie tragen seit Jahrzehnten erfolgreich zur wirtschaftlichen Entwicklung bei, haben sich in Deutschland durch ihren Fleiß und ihre Integrationsfähigkeit einen hervorragenden Ruf erworben, ohne dabei ihre kulturelle und sprachliche Verbundenheit mit ihrer kroatischen Heimat aufzugeben.

     

    (Gastkommentar in der Zeitschrift Fenix)

  • Was macht eigentlich die Kukuriku-Koalition?

    Freitag, 20. April 2012 - 3 Kommentare


    Was macht eigentlich die Kukuriku-Koalition? - Ein Blick von Außen

     

    Siniša Kušić

     

     

    Was macht eigentlich die Regierung von Zoran Milanović? Es ist an der Zeit, einen Blick von Außen zu riskieren und die Arbeit der neuen Regierung in Kroatien unter die Lupe zu nehmen. Zum einen, weil es allgemein üblich ist, nach etwa drei bis vier Monaten eine erste Bilanz zu ziehen und zu untersuchen, inwieweit die politischen Versprechungen vor der Wahl zumindest in Ansätzen umgesetzt werden. Zum anderen, weil ein Blick von Außen gelegentlich hilfreich sein kann. Wie gut ist also die Kukuriku-Koalition gestartet und welche Aussichten bestehen für den erwarteten Aufschwung?

     

    (Kolumne bei Croatia-Presse )

     

     

     

     

     

  • Kroatien vor dem Referendum

    Donnerstag, 16. Februar 2012 - keine Kommentare


    Kroatien vor dem Referendum -

    Was spricht eigentlich für die EU-Mitgliedschaft?

     

     

    Siniša Kušić

     

     

     

    Soll Kroatien EU-Mitglied werden? Nachdem die Beitrittsverhandlungen im Sommer 2011 abgeschlossen wurden, ist nun der Souverän am Zug. Der Souverän ist das Volk, denn laut Verfassung haben die Kroaten bei dieser wichtigen Entscheidung in Form eines Referendums, das für den 22. Januar 2011 angesetzt wurde, das letzte und entscheidende Wort. Das ist gut so, weil die Entscheidung für oder gegen die EU eine weitreichende und langfristige sein wird. Niemand soll den politischen Akteuren später vorwerfen können, das Land ungefragt in eine neue Assoziation geführt zu haben. Um aber eine Entscheidung für oder gegen die EU treffen zu können, müßen die Bürger auch die Fakten und die jeweiligen Argumente kennen, vor allem muss die Diskussion sachlich geführt werden. Was also spricht für eine EU-Mitgliedschaft, und vor allem, was spricht dagegen, haben sich doch in letzter Zeit etliche Gruppierungen und Initiativen in Kroatien - aber auch unter den Kroaten ausserhalb ihrer Heimat - zum Ziel gesetzt, die EU-Mitgliedschaft im letzten Moment noch zu stoppen. Interessant erscheint dabei, dass sich bei der negativen Einstellung zur EU-Mitgliedschaft das linke wie das rechte politische Spektrum vereinen und sich zudem einige prominente Zeitgenossen in die Debatte einbringen. Was sind deren Motive, und welche Argumente bringen sie dazu vor? Einem Ökonomen stellt sich zuallererst die Frage, welche finanziellen Vor- und Nachteile das Land durch die EU-Mitgliedschaft erfährt. Nicht minder von Bedeutung ist allerdings auch die Frage, welche politischen bzw. geo-strategischen Implikationen mit der einen oder anderen Variante verbunden sind.

     

     

    (Kroat. Version: Hrvatska pred Referendumom)